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KEB und Caritas Rheinland-Pfalz – 22 „Interkulturelle Mediatior/innen “ qualifiziert

Die Katholische Erwachsenenbildung und LAG der Caritasverbände Rheinland-Pfalz haben in einem einjährigen Ausbildungsgang 22 Personen zu interkulturellen Mediatoren und Mediatorinnen ausgebildet. Die umfangreiche Ausbildung umfasste mehr als 200 Zeitstunden und erfolgte auf der Basis der Standards des Bundesverbandes Mediation.

Mediation ist ein Verfahren zur Lösung von Konflikten durch „allparteiliche Dritte“, das in vielen Kulturen eine lange Tradition hat, aber zunehmend als standardisiertes Verfahren auch in Deutschland an Bedeutung gewinnt. Da in einer globalisierten Welt und einer multi-kulturellen Gesellschaft Konflikte und deren Lösung einer interkulturellen Perspektive bedürfen, ist der Erwerb einer solchen Kompetenz insbesondere für diejenigen Fachkräfte hilfreich, die in ihrer alltäglichen Arbeit immer wieder mit komplexen Konflikten bzw. Krisensituationen befasst sind. Theorie, Praxis und Methoden der Mediation, der Kommunikation und der interkulturellen Konfliktbearbeitung standen im Mittelpunkt dieser Weiterbildung. Diese berufsbegleitende Weiterbildung vermittelte theoretische Grundlagen und Fähigkeiten der Konfliktdiagnose sowie das Einüben und Beherrschen unterschiedlicher Methoden und Techniken in der Konfliktvermittlung. Dabei fanden unterschiedlichste Lebensbereiche Berücksichtigung: Familie, Schule, Wirtschaft und Organisationen sind einige klassische Anwendungsfelder der Mediation, die in der Ausbildung in konkreter Fallarbeit, durch Rollenspiele, Referate oder Projektarbeiten beleuchtet wurden – vor allem im Kontext interkultureller Problemstellungen.

Die 22 Absolvent/innen des Ausbildungsganges erhielten am 23. Februar 2011 in Landau ihre Abschlußzertifikate. Sie werden zu künftig in unterschiedlichsten Arbeitsfeldern ihre Kompetenzen als Mediator/innen einbringen: in den Migrationsdiensten, der Beratungsarbeit, der Erwachsenen- und Jugendbildung, der Seelsorge, der Qualifizierung von Erzieher/innen oder auch als freiberufliche Mediator/innen.

Die gemeinsame Qualifizierungsinitiative wurde getragen von der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) Rheinland-Pfalz , den rheinland-pfälzischen Caritasverbänden, und der rheinland-pfälzischen Landesregierung, die die Maßnahme finanziell gefördert hat. Im Rahmen dieses Projektes (Herbst 2009 bis Februar 2011) war neben der Mediationsausbildung ein weiterer Ausbildungsgang umgesetzt worden, der Fachkräfte zu Expertinnen und Experten für die Prozesse der interkulturellen Öffnung ihrer Einrichtungen ausbildete. Ergänzend fanden eintägige Seminare zu aktuellen Themen statt, die zusätzliches Rüstzeug in speziellen Feldern zur Verfügung stellten, beispielsweise zu den Themen Sozialraumanalyse oder Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz oder interkulturelle Öffnung.

Für die KEB betonte der Landesvorsitzender Thomas Sartingen bei der Abschlußveranstaltung , wie wich tig es sei, Konflikten mit alternativen Konfliktlösungsverfahren zu begegnen, und dass es gerade im Rahmen von Mediation besonders gut gelänge, nachhaltige und kohärente Lösungen für Konfliktparteien zu finden – vor allem auch im interkulturellen Kontext. Für die LAG der Caritasverbände unterstrich Domkapitular Eberhardt die Bereitschaft der Caritas, diese Qualifizierungsinitiative umzusetzen, einen „mutigen und wichtigen Schritt“ und sprach sich eine Fortsetzung dieses gemeinsamen Engagements aus. Für die Projektleitung danke KEB Geschäftsführerin, Elisabeth Vanderheiden, der Landesregierung, insbesondere der zuständigen Ministerin, Malu Dreyer, und der Integrationsbeauftragten, Maria Weber, ausdrücklich für ihre finanzielle und politische Unterstützung, die die Realisierung dieser Ausbildung erst möglich gemacht habe. Besonderen Dank sprach sie auch der verantwortlichen Ausbilderin Prof. Dr. Dr. Claude-Hélène Mayer aus, die Garantin für die sehr hohe Qualität und professionelle Umsetzung der Qualifizierungsmaßnahme gewesen sei. Als interkulturelle Trainerin und Beraterin ist sie in Wirtschaftsorganisationen und sozialen Institutionen in Ländern Europas und des Südlichen Afrika tätig und spezialisiert auf interkulturelles Konfliktmanagement und Mediation sowie systemische interkulturelle Beratung in internationalen Organisationen.

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